09.02.2011 | Neue Presse Hannover

Erzähltheater in der Stadtbibliothek: Alexander Finkel trägt Geschichte "Der kleine Prinz" vor

Zuhörer erleben die Magie der Worte

Alexander Finkel schlüpfte auf der reise mit dem kleinen Prinzen in sieben Rollen.
Alexander Finkel schlüpfte auf der reise mit dem kleinen Prinzen in sieben Rollen.

GEHRDEN. Alexander Finkels Kunst ist das Erzählen. Wenn der gebürtige Pfälzer Geschichten erzählt, nimmt er sein Publikum mit Worten gefangen. Das Geheimnis seines jahrelangen Bühnenerfolges ist es, tief in die Geschichten einzutauchen und sie jedes Mal neu zu erleben.
Der Magier der Worte war vor zwei Jahren schon einmal zu Gast in der Burgbergstädt. Damals hat er als "Alchimist" das Publikumüberzeugt. Am Montagabend bezauberte er die Gehrdener in der vollen Stadtbibliothek mit seinem "Theater fürs Ohr" und dem "Kino für den Kopf", bei dem er mit einem Minimum an Ausstattung auskam: Ein Hocker reichte aus, um die Besucher auf die große Reise mit dem kleinen Prinzen mitzunehmen.

Nichts lenkte von der Geschichte ab, die die Zuhörer heute noch genauso so berührt wie vor mehr als 60 Jahren, als Antoine de SaintExupery sie in einfachen Worten mit viel Humor, Poesie und Weisheit niederschrieb. Finkel las sie nicht einfach vor, er erzählte sie wortgetreu und schlüpfte dabei in sieben Rollen.

Er traf den alten König ohne Untertanen, den Eitlen, den Säufer, den Geschäftsmann und den zuverlässigen Laternenanzünder. Er freute sich über das Schaf, das in der Kiste wohnt, und wunderte sich über die großen Leute, die ihm sonderbar erschienen. Nachdenklich wurde er, als er den Fuchs kennenlernte, der ihm das größte aller Geheimnisse offenbarte: "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.«

Mit diesen Worten entließ Finkel sein Publikum, das ihm bis zur letzten Sekunde nicht nur gebannt zugehört, sondern auch zugeschaut hatte.    hr

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