12.02.2011 | Springer Zeitung

Coelho´s Alchimist wird optisch und akustisch in Szene gesetzt.

Als orientalischer Märchenerzähler begeisterte Finkel seine Zuhörer

Alexander Finkel begeistert
Alexander Finkel begeistert

Springe (gö). Zu einer Reise in die Welt der eigenen Phantasie und Imagination hatte Alexander Finkel, der "Magier der Worte", als orientalischer Märchenerzähler die mehr als 50 Zuhörer in der Stadtbibliothek eingeladen.

Die Neugierde der vornehrnlich weiblichen Zuhörerschaft wurde durch die ungewöhnliche Literaturveranstaltung nicht nur geweckt sie ging vollends in Erfüllung. Die Stadtbücherei Springe und die Buchhandlung "Bücherparadies" feierte mit dem Chei des "Theater fürs Ohr" eine Premiere, die sicherlich nicht den Status einer Einmaligkeit erlangen wird.
Finkel ist nicht nur ein einfacher Erzähler von vorgegebenen Texten. Er trat bei seiner "Lesung" als ein "Magier der Worte" auf und versetzte seine Zuhörerschaft durch das freie Wort in einen Spannungsbogen, der mit einer kurzen Pause 100 Minuten Hochspannung erzeugte.

Es war die Art, mit der Finkel erzählte und die Zuhörerschaft fesselte. An diesem Abend ging es um Paulo Coelho's Roman "Der Alchimist". Der Weltbestseller erzählt von Träumen und dem Mut, sie zu verwirklichen.

Kultbach als Bühnenfassung

Er ist längst zu einem Kultbuch geworden, ein modernes Märchen und eine Parabel über die Kraft der eigenen Gedanken.

Finkel hat den Roman mit einer Weltauflage von 42 MIlionen erstmals im deutschsprachigen Raum als Märchenerzähler in eine Bühnenfassung gebracht. Er erzählte vou Saiitiagos Reise durch die Wüste zur EI Fayum Oase bis hin zu den Pyramiden von Agypten. Eine Zeltkulisse, ein Teppich, ein Teegeschirr und ein Glas genügten als Bühnenbild, um die Zuhörer in eine Oase zu entführen.

Die Bühne verwandelte sich im Handurndrehen in eine Karawanserei. Nur Augenblicke später meinten die Besucher, in die Wüstenwelt versetzt zu sein, während sie dem Erzähler Iauschten.

Alexander Finkel gab der Poesie und Sprache Coelho's durch seine Erzählung eine weitere Farbe. Er hatte die Zuhörer mit den Worten des Alchiriiisten eingeladen, an ihre Träume zu  glauben. Santiagos Reise ist Lebenshilfe und Orientierung in wirren Zeiten sowie eine Aufforderung zur Toleranz zwischen Christentum und Islam.

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